Über mich

Hi, ich bin Lisa – eine reisende Grundschullehrerin. Sicherlich fragst du dich, warum ich als Grundschullehrerin zurzeit reise und nicht fest an einer Grundschule arbeite. Nun, Gründe als Grundschullehrerin ein bisschen um die Welt zu reisen, gibt es viele. Welche Gründe mich dazu getrieben haben, die Koffer zu packen, berichte ich dir hier.

Warum packte ich die Koffer?

Schon seit jeher schwebt mir ein Unterricht vor, bei dem die Bedürfnisse, die Interessen und die Entdeckerfreude der Kinder nicht nur berücksichtigt werden, sondern Ausgangspunkt aller Überlegungen sind. Ich habe die Vision, dass sich in der (Grund)Schule jedes Kind in seinem eigenen Lerntempo mit Themen auseinandersetzen darf, die für sein persönliches Leben und seinen persönlichen Werdegang wahrhaftige Relevanz haben. Mit Themen, die es intrinsisch motivieren. Nach dem Motto: Lernen dürfen, statt Lernen müssen! Das Ganze in einer individuell gestalteten Umgebung. Sodass sich die Kinder beim Lernen wohlfühlen!

Koffer-schoolpioneer

Außerdem wünsche ich mir, dass die Kinder in der Grundschule weitaus mehr für ihr tägliches Leben lernen. Und zwar nicht auf theoretische, sondern auf praktische Weise. So dass sie es in ihrer Lebenswelt direkt anwenden können und dadurch in ihrem Alltag an Selbstständigkeit gewinnen.

Während meiner kurzen Zeit als traditionelle Grundschullehrerin blieb es bei einer Vision. Die Kinder durften sich in meinem Unterricht zwar individuell mit verschiedenen Themen auseinandersetzen. Allerdings größtenteils mit Themen, die der Teilrahmenplan und somit ich vorgaben und nur selten mit Themen, die ursprünglich sie festlegten. Ebenso wie das praktische Handeln leider allzu oft (v.a. aus zeitlichen Gründen) der Theorie wich.

Weil ich das alles in allem suboptimal fand, suchte ich nach einer Lösung für das „Problem“. Dazu musste ich Schule erst einmal Schule sein lassen und reisen gehen. Denn wo kann man besser nachdenken und sich inspirieren lassen als auf Reisen?

Warum gehe ich als Grundschullehrerin reisen?

Seit Februar 2018 bin ich nun gemeinsam mit meinem Freund unterwegs und besuche unterschiedliche Grundschulen in verschiedenen Ländern weltweit. Dadurch erlebe ich Neues. Lasse mich von der fremden Umgebung und den fremden Menschen inspirieren. Gewinne Einblicke in unterschiedliche Klassenzimmer, Schulen und Schulsysteme. Schaue, wie es dort so läuft. Außerdem nehme ich immer mal wieder an Projekten teil, lerne andere Ansätze und Unterrichtskonzepte kennen und nehme mir die Zeit, um tiefere Einblicke in die Lernforschung und aktuelle GB-Fachdidaktiken zu gewinnen. Nicht zuletzt tauche ich auf Reisen natürlich regelmäßig in fremde Länder und Kulturen ein und kann – wenn ich ihnen mit einer offenen und fragenden Grundhaltung begegne – schon allein dadurch viel lernen.

Parallel arbeite ich an einem Schulkonzept, bei dem die Kinder mit ihren Bedürfnissen, ihrer Neugier, ihren Interessen und ihrer Entdeckerfreude im Zentrum stehen. Die Basis hierfür soll ein Ansatz bilden, der die Kinder ermutigt und befähigt, ihre Probleme – welcher Art auch immer – selbst zu lösen. Denn darin liegt letztlich die Kernaufgabe des Lebens: Probleme zu lösen. Sei es im privaten wie auch im beruflichen Bereich.

Warum führe ich einen Blog?

In dem Blog versuche ich all meine Erlebnisse, Gedanken und Ideen auf dem Weg hin zu einem neuen Schulkonzept festzuhalten und zu strukturieren. Nebenbei möchte ich durch den Blog meine Erfahrungen, Beobachtungen, Ideen und Materialien mit euch teilen und durch den Austausch lernen. Und ich möchte dadurch natürlich auch zur Selbstreflexion animiert werden.

Zudem verspüre ich durch meine Blogger-Tätigkeit den leichten Druck, immer am Ball zu bleiben. Irgendwie scheint sich also alles zu ergänzen und von daher werde ich diese Lebensart und den etwas anderen Berufsweg als reisende Grundschullehrerin einfach mal ausprobieren.

 

Reisende Grundschullehrerin

 

„Travel makes you realize that no matter how much you know, there’s always more to learn“ – Nyssa P. Chopra (The Cultureur)

Herzensanliegen

Mir ist es wichtig, dass man als Leser Folgendes weiß: Wenn ich in den Texten Kritik übe, dann nie mit dem Ziel, etwas oder jemanden schlecht zu reden. Vielmehr sehe ich die Kritik (positiv wie negativ) ausschließlich als Anlass, um darüber nachzudenken und nachhaltig daraus zu lernen.