Escuela Primaria Julio Ruelas – Ein Blick hinter die Mauern einer traditionellen mexikanischen Grundschule – Teil II

Schüler-Klassenzimmer-Grundschule-Mexiko

Mein heutiger Tag, an dem ich die 1. Klasse einer traditionellen mexikanischen Grundschule besuchte, begann für mich um 5.30 Uhr. Nachdem ich geduscht und gefrühstückt hatte, machte ich mich gemeinsam mit meinem Freund direkt auf den 500 m Fußweg zur Escuela Primaria Julio Ruelas. Schließich musste ich früh dran sein, um den Zutritt auf das Schulgelände nicht zu verpassen.

Der Schulweg zur Escuela Primaria Julio Ruelas

Der Schulweg, den wir zurücklegen mussten, war ganz anders, als ich ihn aus meiner Grundschulzeit kannte. Die Gehwege waren holprig und alle paar Meter mit tiefen Löchern versehen. Außerdem rannten überall Straßenhunde, auf der Suche nach Essen, umher. Auch Polizeiautos, auf denen mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten standen, fuhren an uns vorbei. Ein bisschen befremdlich war das schon. Zumindest für mich.

Schulweg-Mexiko-Grundschule

Obwohl es noch früh am Morgen war und die Sonne gerade erst am Horizont erwachte, war zudem die Luft schon heiß und stickig. Die oben beschriebenen Löcher in den Gehwegen führten geradewegs zur Kanalisation, weshalb sich der Gestank überall ausbreitete.

Ankunft an der Escuela Primaria Julio Ruelas

Gegen 7.00 Uhr kamen wir nach einer wirklich anstrengenden Tour an der Escuela Primaria Julio Ruelas an. Bereits von Weitem konnte ich die Policia Municipal (dt.: Städtische Polizei) erkennen, die die Straße zur Schule hin absicherte. Für Autos war die Durchfahrt verboten. Lediglich Fahrradfahrer und Fußgänger durften die Absperrung passieren.

Polizei-Absperrung-Grundschule-Mexiko

Wir waren mit die ersten, die sich am Schultor einfanden. Also blieb ein bisschen Zeit zum Beobachten. Dabei stellte ich fest, dass ausnahmslos alle Kinder von ihren Eltern gebracht wurden. Größtenteils mit dem Fahrrad. Teilweise zu Fuß. Alleine kam kein Kind. Was mir außerdem auffiel, war, dass sehr viele Kinder einen Schulrucksack-Trolley hatten.

Schulranzen-mit-Rollen-Grundschule-Mexiko

7.10 Uhr: Persönliche Begrüßung am Eingangstor durch den Schulleiter

Um 7.10 Uhr fuhr der Schulleiter mit seinem Auto vor. Er war der Einzige, den die Polizei mit Auto vorbeiließ. Und er war auch der Einzige, der vor der Schule parken durfte. Nachdem der Schulleiter aus seinem Auto ausgestiegen war, begrüßte er alle Kinder und Eltern und öffnete das Schultor. Anschließend ließ er die Kinder kontrolliert das Schulgelände betreten und begrüßte jedes einzelne mit „Buenos Dias“ (dt.: Guten Morgen). Das kannte ich in ähnlicher Form schon von meinem Schulbesuch an der Wat Lamai School in Thailand und fand es wieder sehr schön. Auf dem Schulgelände angekommen, fanden sich die Kinder nach und nach in ihrem Klassenzimmer ein. Ich wartete vor dem Klassenzimmer auf die Klassenlehrerin, die im Gegensatz zu den Kindern keine Uniform trug. Während des Wartens war interessant zu sehen, wie scheu die Kinder mir gegenüber waren. Manche senkten im Vorbeilaufen den Kopf, andere versteckten sich hinter der Tür. Besuch aus anderen Ländern schien an der Escuela Primaria Julio Ruelas nicht an der Tagesordnung zu stehen.

Zusammenkommen im Klassenzimmer

Als ich um 7.20 Uhr gemeinsam mit der Klassenlehrerin Anita das Klassenzimmer betrat und diese den Kinder mitteilte, dass ich eine „una maestra de primaria de alemania“, also eine Grundschullehrerin aus Deutschland sei, sollte sich an dem scheuen Verhalten allerdings etwas ändern. Von einer Sekunde auf die nächste war ich ein Teil der Klassengemeinschaft. Die Kinder durchforsteten meinen Rucksack, wollten unbedingt aus meiner Flasche trinken, mit meinem Radiergummi radieren und mit meinem Spitzer spitzen. Schließlich war all das aus dem fernen Deutschland und hatte dadurch für die Kinder wohl seinen Reiz. In all dem Trubel machte mir ein Junge, Gustavo, gleich hinter seiner Bank einen Platz frei und schleppte mir einen Stuhl an. Das war unglaublich lieb von ihm und führte dazu, dass ich mich wirklich willkommen fühlte.

Eindrücke zum Klassenzimmer

Das Klassenzimmer an sich war ziemlich klein. Gerade groß genug, um die 18 orangefarbenen Bänke, an denen jeweils zwei Kinder Platz nehmen konnten, in vier Reihen hintereinander aufzureihen.

Klassenzimmer-Grundschule-Mexiko1

Daneben befanden sich in dem Klassenzimmer eigentlich nur noch ein einfaches, abgenutztes Lehrerpult, zwei Wandschränke und ein Memoboard, an dem wichtige Termine des aktuellen Monats vermerkt waren.

Lehrerpult-Grundschule-Mexiko

Außerdem gab es ein Whiteboard und vier Ventilatoren. Eine Klimaanlage war leider nicht vorhanden. Bei 35° C Außentemperatur war also Schwitzen angesagt 😉.

Klassenzimmer-Grundschule-Mexiko

An den Fenstern waren von innen Holzjalousien zur Verdunklung angebracht. Sie ließen keine Sonnenstrahlen in den Innenraum scheinen. Das war bezogen auf die hohe Außentemperatur ganz gut. Leider staute sich dadurch aber auch die Luft im Klassenzimmer und es war recht dunkel. Von außen waren sowohl an den Fenstern als auch an der Tür Eisengitter angebracht. Diese dienten der Sicherheit und sind – wie ich auf meiner Reise durch Mexiko feststellte – eigentlich in allen traditionellen mexikanischen Schulen Standard. Ein bisschen befremdlich waren die Gitter schon. Gleichzeitig sorgten sie eben für Sicherheit.

Vergitterte-Fenster-und-Türen-Klassenzimmer-Mexiko

7.30 Uhr: Offizieller Unterrichtsbeginn

Um 7.30 Uhr läutete die Schulglocke zum offiziellen Unterrichtsbeginn. Alle Kinder standen zur Begrüßung auf. Dann startete der Unterricht.

1. Stunde: Spanisch

In der ersten Stunde unterrichtete die Klassenlehrerin Spanisch. Gleich zu Beginn schrieben die Kinder ein „Dictado“ (dt.: Diktat). Bevor es mit dem Diktieren losging, strukturierte die Lehrerin den Kindern allerdings den Hefteintrag an der Tafel vor. Das sollte sie in einer sauberen und ordentlichen Heftführung unterstützen, was ich persönlich sehr gut und sehr gelungen fand. Anschließend diktierte Anita den Kindern fünf Wörter. Diese sprach sie sehr deutlich und in Silben aus, sodass sogar ich – als Spanischanfänger – am Diktat teilnehmen konnte. Zudem durften die Kinder ihre Anlauttabelle zur Hilfe nehmen. Darauf waren neben eines Bildes mit entsprechendem Anlaut zusätzlich zu jedem Konsonant alle möglichen Konsonant-Vokal-Kombinationen abgedruckt. Das sah ich in der Form zum ersten Mal und hatte den Eindruck, dass es für die Kinder sehr hilfreich war. Von daher werde ich mir diese Variante unbedingt als Idee merken.

Diktat-Erste-Klasse-Grundschule-Mexiko

Während des Diktats waren die Kinder nicht ruhig. Die Leistungsüberprüfung schien nebensächlich, auch wenn es Noten gab. Denn in Mexiko werden Leistungsüberprüfungen – anders als in Deutschland – von Schulbeginn an benotet. Dabei reicht die Notenskala hier von 10 (= Ausgezeichnet) bis 5 (= Ungenügend).

Benotung-Diktat-Erste-Klasse-Grundschule-Mexiko

Nachdem alle Kinder die fünf Wörter in ihr Dikatheft geschrieben hatte, korrigierte die Lehrerin die Hefte der Kinder. Dazu versammelten sich die Erstklässler Tischreihe für Tischreihe nacheinander am Pult. Währenddessen blieb es im Klassenzimmer relativ laut, da die Kinder, die nicht in zur Korrektur anstanden, keine Aufgabe hatten. Das führte dazu, dass sie durch das Klassenzimmer liefen oder sich ihre eigene Beschäftigung suchten 😉.

Korrektur-Diktat-Erste-Klasse-Mexiko-Grundschule

2. Stunde: Spanisch

Im Anschluss an die Korrekturphase lasen alle gemeinsam im Chor verschiedene Silben aus ihrem Diktatblock. Parallel dazu sollten die Kinder Silbenbögen einzeichnen. Das taten sie mehr oder weniger willkürlich. Manche zeichneten Wellenlinien, andere „Dachziegelreihen“, wieder andere zeichneten die Bögen über die Silben statt darunter und manche taten all das querbeet durcheinander. Zudem fiel vielen Kindern das Zeichnen der Silbenbögen sichtbar schwer, was sich u.a. durch eine verkrampfte Stifthaltung bemerkbar machte. Eine entsprechende Rückmeldung oder eine erneute Erklärung, wie man die Silbenbögen korrekt einzeichnet, wäre an der Stelle hilfreich gewesen.

Silbenbögen-einzeichnen-Erste-Klasse-Mexiko-Grundschule

Im Anschluss an das Silbenlesen folgte ein Arbeitsblatt, auf dem die Kinder Silbenfelder in unterschiedlichen Farben ausmalen mussten. Während der Einzelarbeitsphase waren die Kinder sehr ruhig und im Gegensatz zu der vorherigen Phase waren auch alle Kinder eifrig bei der Sache.

Silben-ausmalen-Grundschule-Mexiko

3. Stunde: Sachunterricht

Nach einer kurzen Pause ging es in der dritten Stunde mit Sachunterricht weiter. Thema der Stunde war der Wal. Dazu las die Klasse gemeinsam eine Seite im Sachunterrichtsbuch. Danach malte die Lehrerin einen Wal an die Tafel. In einem gemeinsamen Unterrichtsgespräch wurde anschließend besprochen, wo der Wal lebt, was der Wal frisst u.ä.

Sachunterricht-Erste-Klasse-Grundschule-Mexiko

Im Folgenden mussten die Kinder ein entsprechendes Arbeitsblatt ausfüllen. Die Inhalte des Arbeitsblattes waren dabei identisch mit dem zuvor an der Tafel Festgehaltenen. Dadurch wurden viele Kinder scheinbar zu wenig auf ihrem Anspruchsniveau herausgefordert, was im weiteren Verlauf der Stunde zu Unterrichtsstörungen führte.

Arbeitsphase-Unterrichtsstörungen-Klassenzimmer-Grundschule-Mexiko

Frühstücks- und Hofpause

Von daher war es gut, als es um 10.00 Uhr zur Pause klingelte. Während der Frühstücks- und Hofpause durften die Kinder das Klassenzimmer verlassen, mussten dies allerdings nicht tun. So spielten einige von ihnen Fußball oder Fangen auf dem Schulhof, während andere im Klassenzimmer blieben und sich dort beschäftigten. Die Klassenlehrerin traf sich im Lehrerzimmer mit ihren Kolleginnen und Kollegen zum Austausch. Ich blieb bei den Kindern.

Frühstücks-und-Hofpause-Grundschule-Mexiko

Was das Frühstück anging, konnten sich Kinder wie Lehrer in der Frühstückskantine von ihren mitgebrachten Mexikanischen Pesos Speisen wie Tacos, Tortas und ähnliches kaufen. Aus der Klasse, in der ich hospitierte, griffen einige Kinder stolz auf dieses Angebot zurück. Mit ihren Münzen in den Händen machten sie sich auf den Weg in die Kantine. Dabei durfte ich sie begleiten. Zurück im Klassenzimmer beobachtete ich, dass auch viele Kinder von zuhause Essen mitbrachten. Dabei hatten erstaunlich viele Kinder nur Süßigkeiten in ihrer Brotdose. Damit meine ich weniger Schokolade oder Müsliriegel (die als gesundes Frühstück natürlich auch nicht dienen 😉), sondern eher Bonbons, Lollis und Zuckerketten. Manche Kinder hatten auch eine auf Folie befestigte Zucker-Säure-Mischung dabei, die ich an dem Tag zum ersten Mal in meinem Leben sah (siehe Bild unten).

Zucker-Frühstückspause-Grundschule-Mexiko

All diese Lebensmittel waren aufgrund der bunten Farben und des Geschmacks unter den Kindern natürlich unheimlich beliebt. Gesund waren sie leider nicht.

4. Stunde: Lesen

Um 10.30 Uhr wurde die Pause und somit die Süßigkeiten-Schlacht durch ein Klingelzeichen offiziell beendet.  Nachdem alle Kinder wieder ihren Sitzplatz eingenommen hatten, schrieb die Klassenlehrerin zu Beginn der vierten Stunde drei spanische Sätze an die Tafel. Diese Sätze lasen zunächst alle gemeinsam im Chor. Danach durften die Kinder eine Art Reisepass basteln, in den sie diese Sätze hätten eintragen sollen.

Auch wenn die Kinder in Mexiko pflichtmäßig eine Vorschule besuchen, in der sie in den Bereichen „Sprache & Kommunikation“ und „mathematisches Denken“ gefördert werden und die Aufgabe demnach prinzipiell einer Ersten Klasse im Anfangsstudium sicherlich zumutbar war, bereitete sie vielen Kindern dieser Lerngruppe doch sichtliche Schwierigkeiten. Viele schnitten das Arbeitsblatt, das sie eigentlich hätten falten müssen, in Einzelteile. Einige taten sich auch beim Abschreiben sehr schwer, v.a. was die Blatteinteilung und die Einhaltung von Wortgrenzen anging. Aber auch was das Schreiben der Buchstaben betraf. Nicht wenige Kinder verkrampften ihre Hand beim Schreiben und malten die Buchstaben teilweise, anstatt sie zu schreiben. Dennoch waren die Kinder mit Freude bei der Sache.

Wortgrenzen-einhalten-Lernfreude-Kinder-Grundschule-Mexiko

Tipp: Um die Kinder in der Arbeitsphase zu unterstützen, könnte man zunächst in der Hinführungsphase einen identischen Reisepass in vergrößerter Form falten und an die Tafel heften. Darin könnte man die Sätze vorstrukturieren (ähnlich wie in der ersten Stunde den Hefteintrag). Außerdem könnte man die Lerngruppe während der Arbeitsphase bei Bedarf sammeln und den Kindern nochmals vormachen, wie sie den Reisepass falten bzw. die Sätze eintragen sollen.

Zudem könnte man Leerzeichen-Stäbchen als motivierendes Differenzierungsmaterial für das Einhalten der Wortabstände anbieten und mit ihnen allgemein die Stift-Handhaltung sowie die Schreibbewegungen anhand graphomotorischer Übungen trainieren.

5. Stunde: Mathematik

In der letzten Stunde spielte die Klassenlehrerin mit ihrer Klasse noch ein Spiel. Dazu teilte sie die Kinder in zwei Gruppen ein und zeigte mit zwei großen bunten Würfeln, die die Kinder sehr motivierten, jeweils eine Augenzahl. Die Gruppe, die zuerst die richtige Zahl nannte, bekam einen Punkt. Diese Phase war wirklich ein voller Erfolg. Alle Kinder waren aktiviert und mit großer Begeisterung bei der Sache.

Mathematik-Spiel-Grundschule-Mexiko

12.15 Uhr: Unterrichtsende

Um 12.15 Uhr läutete nach einem Unentschieden die Schulklingel zum Unterrichtsende. Dabei wurde circa fünf Minuten vorher das Schultor für die Eltern aufgesperrt. Pünktlich zum Unterrichtsende standen daher die meisten Eltern vor der Klassenzimmertür und nahmen ihre Kinder in Empfang. Gemeinsam verließen Eltern und Kinder das Schulgelände.

Unterrichtsende-Grundschule-Mexiko

Mittagessen vom Straßenhändler außerhalb des Schulgeländes

Auch für mich endete der Tag an der Escuela Primaria Julio Ruelas. Mit einem kleinen Highlight. Außerhalb des Schulgeländes sorgten Straßenhändler für Essen und Trinken, sodass sich einige Eltern mit ihren Kindern dort noch auf einen kurzen Plausch trafen. Der Austausch, den ich während der Unterrichtszeit im Klassenzimmer ein wenig vermisste, kam dadurch außerhalb der Schule auf seine Kosten 😉.

Straßenhändler-außerhalb-des-Schulgeländes-Grundschule-Mexiko

Fazit zu meinem Schulbesuch an der Escuela Primaria Julio Ruelas

Während meines heutigen Besuchs in einer ersten Klasse der Escuela Primaria Julio Ruelas bestimmte – ähnlich wie bei meinem Besuch einer ersten Klasse in Thailand – Frontalunterricht das Unterrichtsgeschehen. Dabei bezog sich der Frontalunterricht weniger auf die Vermittlung von Sach-, Sinn- und Problemzusammenhängen, sondern mehr auf „Chorlesen“ und „Chorschreiben“. Dadurch arbeiteten die Kinder nur ganz selten eigenständig.

Durch diese sehr klassische und reine Form des Frontalunterrichts blieb auch die Förderung der Sozialkompetenzen ein bisschen auf der Strecke. Es gab weder einen Sitzkreis noch arbeiteten die Kinder in einer Gruppe oder mit einem Partner zusammen. Auch die gegenseitige Hilfe schien außen vor. Die Kinder riefen direkt „la maestra“ (dt.: Lehrerin), wenn sie Schwierigkeiten mit einer Aufgabe hatten.

Abgesehen davon enthielten die Unterrichtsstunden durchweg weder eine Reflexions- noch eine Sicherungsphase. Dadurch kam es nie zur Diskussion über das Gelernte. Auch die Interessen der Kinder oder die unterschiedlichen Lernausgangslagen fanden in den Stunden wenig Berücksichtigung. Das führte dazu, dass es den gesamten Morgen über in der Klasse sehr laut war. Begünstigt wurde die Lautstärke durch die Rahmenbedingungen. Nicht nur, dass das Klassenzimmer sehr klein war und über niedrige Decken verfügte. Man hatte von hier aus auch freien Blick auf den Sportplatz, auf dem die Kinder anderer Klassen den gesamten Morgen über abwechselnd Sport trieben.

Sehr positiv fand ich zu sehen, mit welcher Begeisterung die Lehrerin bei der Sache war. Anita war unglaublich motiviert, sehr freundlich und die Kinder fühlten sich genau wie ich in ihrem Klassenzimmer sichtlich wohl. Außerdem fand ich die Idee mit der etwas anderen Anlauttabelle und dem Würfelspiel super. Auch an das genaue Vorstrukturieren von Hefteinträgen wurde ich durch Anitas Unterricht nochmals erinnert.

Alles in allem versuche ich, aus dem Beobachteten für meinen eigenen Unterricht zu lernen und bin sehr dankbar, dass mir die Klassenlehrerin eine Observation in ihrer Klasse gewährte. Danke, Anita!

Kleiner Tipp, den ich für meine Unterrichtspraxis mitnehme

Da ich den Kindern mit Worten nicht viel erklären konnte (Stichwort: Sprachbarriere), konnte ich ihnen im Grunde immer nur Handlungen vormachen. Was anfänglich „aus Verzweiflung“ geschah, lief im Endeffekt super. Denn die Kinder wurden dadurch nicht von Worten abgelenkt, sondern konnten sich ganz auf die Handlung konzentrieren. Dabei waren sie total ruhig. Von daher werde ich mir folgenden Satz für die Zukunft ganz oben hinschreiben: Beim Erklären von Handlungsabläufen auf das Vormachen der Handlung konzentrieren!

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